Expertenstatement Herr Ferder:

Mitbestimmung funktioniert auch heute schon über nationale Grenzen hinweg. Entscheidend ist, dass wir neu regeln, was ein Betrieb und wer Beschäftigte*r eines Unternehmens ist. Eine ortsgebundene Definition reicht dabei nicht mehr aus. Wir müssen diskutieren, ob diese Fragen nicht besser anhand der Produktions- und Wertschöpfungsprozesse zu regeln sind.

Expertenstatement Herr Meiers:

Die bestehenden Rechtssysteme bieten schon zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch nur rudimentär genutzt werden. Zunünftig wird die virtuelle Beteiligung der Stakeholder sich stärker entwickeln. Diese muss dann auch rechtlich verankert werden.

Expertenstatement Herr Wiese:

Zuhause national anfangen, als gutes Beispiel vorausgehen, europäische Grundlagen schaffen und versuchen weltweite Maßstäbe zu setzen. Dies muss als Vision definiert werden. Die Einrichtung und Stärkung Europäischer Betriebsräte und deren Rechte sind weitere Schritte. Dass sich dies nur sehr schwer und schon gar nicht von heute auf morgen umsetzen lässt ist klar. Im Rahmen des Projekts DigiT.eu erarbeitet z.B. der EBR der Deutschen Telekom mit Gewerkschaften aus zehn Ländern Handlungsansätze für die Mitbestimmung bei Digitalisierung und Arbeit 4.0 im Bereich der Informations- und Kommunikationsbranche. http://digit-project.eu/de/digit-project

Des Weiteren muss gemeinsam daran gearbeitet werden, dass ein gesellschaftliches Verständnis dafür entsteht, dass es nicht nur um Wirtschaftsräume, ob europäisch oder weltweit, geht, sondern es sich auch um Sozialräume handelt. Die aktuelle Emigrationsdiskussion kann hier als Beispiel herangezogen werden.

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