Expertenstatement Dr. Vogler:

Die Teilhabe der Beschäftigten an Entscheidungsprozessen ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Partizipation muss aber auch im digitalen Zeitalter funktionsfähig bleiben.

Expertenstatement Herr Ferder:

Auch in einer digitalisierten Arbeitswelt arbeiten Menschen miteinander. Deshalb muss auch weiter gelten, dass die gute und erprobte Praxis des zwischenmenschlichen Umgangs fortgeführt wird. Nichtsdestotrotz muss auch die Mitbestimmung in Verfahrensfragen auch selbst mit der Zeit gehen. Zum Beispiel muss die Teilnahme an Gremiensitzungen eines Betriebs- oder Personalrats auch durch Videokonferenztechnologie ermöglicht werden und darf nicht mehr von der persönlichen körperlichen Anwesenheit abhängig sein.

Expertenstatement Herr Latour:

Die Digitalisierung ist ein Prozess, der auf unterschiedlichen Ebenen (politisch, betrieblich, gesellschaftlich) gestaltet wird. Wie die Mitbestimmung in einer digitalisierten Arbeitswelt von morgen konkret aussieht, ist ein offener Prozess und hängt daher m.E. davon ab, welche Akteure sich mit ihrer Vorstellung von "digitaler Arbeit" letztlich durchsetzen. Ob es uns gelingt, die Chancen der Digitalisierung im Sinne guter Arbeit zu nutzen, hängt somit letztlich von uns allen ab, denn: Digitalisierung ist ein Prozess, der durch uns alle tagtäglich gestaltet wird.

Expertenstatement Herr Meiers:

Weiterhin kollektiv unter stärkerem Einbezug der individuellen Fragestellungen (von) und Herausforderungen (an) Beschäftigter.

Expertenstatement Herr Wiese:

Hier stehen meines Erachtens zwei Dinge im Fokus:

  1. Um den Handlungsspielraum eines Betriebsrates zu erweitern muss der Begriff des Betriebes im Betriebsverfassungsgesetz neu definiert bzw. ausgeweitet werden. Das beispielsweise so genannte Cloud- und Crowdworker keine Chance für eine betriebliche Interessenvertretung haben, ist im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr hinnehmbar.
  2. Plattformanbieter müssen in den rechtlichen Status eines Arbeitgebers gebracht werden. Auch, wenn sie "nur" Arbeit und/oder Arbeitskräfte technisch zusammenbringen, erfüllen sie im Prinzip Aufgaben eines Arbeitgebers.

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